Schulprojekt in Sambia

Mein Name ist Simon B., ich bin 20 Jahre alt und komme aus der Nähe von Bremen.
Schon früh war für mich klar, dass ich nach der Schule aus meinem gewohnten Umfeld rauskommen wollte, um etwas Sinnvolles in meiner Zivi-Zeit zu tun.
Durch Bilder, Videos und Berichte von ehemaligen Andis habe ich von dem AIDS-Waisen- und Schulprojekt BOCCS hier in Sambia erfahren und war schnell begeistert von der Idee, nach der Schule für knapp ein Jahr nach Afrika zu gehen.
Nun bin ich schon etwa ein halbes Jahr hier in Kabwe, Sambia und sehr glücklich über Gottes großartige Führung, die mich hierher gebracht hat.
Meine wesentlichen Aufgaben bestehen darin, Gemüse, Maismehl, Bohnen, Feuerholz und Holzkohle an die verschiedenen Schulen auszufahren, damit aus diesen für die Waisenkinder eine warme Mahlzeit zubereitet werden kann, sowie Materialien zu besorgen, welche beispielsweise für den Bau von Schulbänken oder Reparaturen an den Schulen benötigt werden.
Auch mit den großen Unterschieden zwischen Sambia und Deutschland habe ich, auch wenn mir an einigen Stellen das Verständnis fehlt, gelernt umzugehen, wobei mir insbesondere die warmherzige und freundliche Art der Sambianer und insbesondere der Kinder geholfen hat.

Mein Name ist Miriam S. und ich bin 20 Jahre alt. Ich komme aus der Nähe von Bremen und bin Mitglied der Paulus-Gemeinde. Seit August 2009 bin ich nun als freiwillige Kurzzeitmitarbeiterin bei BOCCS in Sambia - und das, obwohl ich eigentlich nie nach Afrika wollte...
Im Juni 2009 habe ich mein Abi gemacht und spätestens ein ¾ Jahr vorher drängte sich auch bei mir langsam die Frage auf, was ich denn „danach“ machen will. Wie viele meiner Freunde hatte ich leider keinen sonderlich guten Plan, was eine „ordentliche“ Berufsausbildung anging. Zunehmend wünschte ich mir, für ein Jahr „rauszukommen“ aus meinem alten Umfeld, meinen Horizont etwas zu erweitern und vor allem andere Menschen zu treffen und denen zu dienen, die nicht so reich materiell gesegnet aufgewachsen sind, wie ich. Ich kann so dankbar sein für meine bisherigen 19 Jahre, dass ich einfach ein kleines bisschen „zurückgeben“ wollte.
Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich „Richtung Afrika“ wollte - eine zugegebenermaßen nicht besonders präzise Vorstellung ;-) Letztendlich hat es mich dann nach einigen Planungsschwierigkeiten und dank vieler glücklicher „Zufälle“, vor allem aber dank der tollen Unterstützung von meiner Familie, meinen Freunden und meiner Gemeinde-Familie hier nach Kabwe, Sambia verschlagen. Mitte August ging es los, mit einigen Ängsten, Unsicherheiten und Vorurteilen, aber nach mittlerweile sieben Monaten in Afrika weiß ich mit Sicherheit, dass ich eine gute Entscheidung getroffen habe.
Natürlich war nicht immer alles leicht und es gab auch schwierigere (oder besser: herausfordernde) Zeiten, aber ich bin unglaublich dankbar für die tolle Zeit, die ich bisher hier haben durfte! Bei BOCCS arbeite ich hauptsächlich im Bereich der Patenschaftsbetreuung mit, erledige Teile der Büroarbeit, besuche die Schulen, den Unterricht, die Patenkinder zuhause etc.
Es gab viele gute und schöne Momente; besonders geprägt und gesegnet haben mich jedoch immer die Zeiten, in denen ich einfach „nur“ Zeit mit den Menschen verbracht habe: Schüler, Köchinnen, Lehrer, Omas auf der Straße, Straßenkinder… Trotz meiner sehr dürftigen Bemba- und ihren oft schlechten Englischkenntnissen konnte ich viele gute Gespräche mit Menschen haben, Gedanken, Glauben und Leben teilen und viel von ihnen lernen. Die Zeit hier hat mich bereits sehr geprägt und verändert. So sehr, dass ich mir relativ sicher bin, dass ich zurück in Deutschland einen ordentlichen Kulturschock bekommen werde. Der wurde mir hier in Sambia zum Glück erspart.
(März 2010, nach ca. 2/3 der Dienstzeit)

Mein Name ist Ingo. Seit August weile ich nun in Kabwe und damit ist so eine Art Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Da ich sozusagen ein MV-Kind bin weiß ich schon lange von der Sambia-Mission. Als es dann Zeit für meinen Zivildienst war, dachte ich sofort an Sambia, doch nicht alleine. Jonas war da der richtige Kollege. Doch da er noch zur Schule ging, machte ich erst meinen Zivildienst in Deutschland um ein Jahr drauf hier anzukommen. Als gelernter Schreiner wollte ich hier natürlich Schränke, Regale und Betten bauen, doch das Werkzeug hinderte mich bisher daran und ich musste lernen, dass hier vieles langsamer geht wie gedacht. Meine Hauptaufgabe besteht darin das Lunchprogramm auszufahren und sämtliche Einkäufe, wie Lernmaterial und Baumaterial zu erledigen. Seit kurzem versuche ich nun auch bei den Schreinerlehrlingen in der "Life skills" Abteilung zu helfen und dort später eventuell auch zu unterrichten. Außerdem bin ich dafür zuständig für anstehende Bauprojekte Material zu besorgen und nach dem neuesten Stand zu sehen. Abends genieße ich vor allem die Wärme und das Laufen mit unserem Hund Tschuna. Da es jedoch nach Feierabend oft langweilig wird, ist es die beste Möglichkeit mich mit Gottes Wort zu befassen, was mir in Deutschland zwecks Zeitmangel oder zu vielen Terminen leider oft nicht gelang.

Mein Name ist Jonas. Ich bin 20 Jahre alt. Nach meinem Abitur im Jahr 2005, habe ich mich entschieden meinen Zivildienst als Anderen Dienst in Sambia abzuleisten. Ich wollte etwas Sinnvolles mit meiner Zivi-Zeit anfangen und ich finde es eine gute Gelegenheit, etwas über eine andere Kultur zu erfahren und mal nicht nur von Afrika zu hören, sondern es mit eigenen Augen zu sehen und mitzuerleben. Solange man ein Land oder die Menschen darin nicht selbst kennen lernt, existieren sie höchstens auf Bildern oder Vorstellungen. Es ist schön mal in einem Hilfsprojekt mitzuarbeiten und zu sehen, was so effektiv geleistet wird. Ich hoffe natürlich, dass ich auch eine Hilfe sein kann und meinen Beitrag zur Unterstützung des Projekts geben kann. Für mein persönliches Leben war die Zeit, hier in Sambia, schon jetzt eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Hallo, ich bin Christoph und bin 20 Jahre alt. Eigentlich studiere ich Volkswirtschaft, habe das Studium aber für 2 Semester unterbrochen, um hier in Sambia den "Anderen Dienst im Ausland" als Alternative zum Zivildienst in Deutschland zu absolvieren.
Mittlerweile bin ich schon über fünf Wochen hier und ich kann wirklich eine positive Bilanz über die bisherige Zeit ziehen. Ich habe Kabwe vor zwei Jahren schon einmal besucht, insofern konnte ich erahnen, welche Herausforderungen und neue Situationen auf mich warten. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und beinhaltet diverse Fahrdienste ebenso wie die Mitarbeit bei organisatorischen Aufgaben sowie verschiedene Verteilaktionen.
Wir hatten das Vorrecht in den ersten Tagen nach Livingstone fahren und die Natur genießen zu können. Das hat mir neben den netten Menschen, die ich hier angetroffen habe, sehr geholfen, den "Sprung ins kalte Wasser" angenehm erleben zu dürfen.
Als Motivationsgründe kann ich zum einen den Reiz, eine neue Kultur, fremde Menschen und ein interessantes Land kennenzulernen, nennen. Zum anderen den Wunsch, die oft zitierten "Softskills" wie Teamfähigkeit oder Flexibilität zu erlernen, aber auch die Absicht, ein Jahr meines Lebens Gott zur Verfügung zu stellen.

Hallo! Mein Name ist Jonas und ich bin 20 Jahre alt. Ich habe im Juni dieses Jahres mein Abitur gemacht und bin seit dem 7. September hier bei BOCCS in Sambia.
Meine ersten Eindrücke von Sambia sind auf jeden Fall positiv. Kabwe gefällt mir sehr gut, auch wenn natürlich eine komplett andere Atmosphäre herrscht, als in einer deutschen Großstadt. Was ich sonst bisher vom Land gesehen habe, hat mir sehr gefallen, ein echtes Highlight waren dabei die Viktoria-Fälle und die Landschaft rund um den Sambesi. Ich freue mich schon auf die im März/April bevorstehende Reise, die uns durch weite Teile des Landes führen wird. Die Menschen gefallen mir hier besonders gut, ich schätze ihre herzliche Art und die Dankbarkeit, die sie uns entgegenbringen, sehr. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich mich für diese Arbeit entschieden habe. Ich denke, es ist einfach förderlich mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und seinen Horizont etwas zu erweitern. Natürlich erhoffe ich auch von dem Jahr, dass es mir und den Menschen, mit denen ich zu tun habe, ein Segen sein wird....
Die Arbeiten, die ich hier im Projekt am häufigsten zu erledigen habe, sind Fahrdienste, welche in erster Linie darauf gerichtet sind, die Schulen mit dem Nötigsten zu versorgen. An erster Stelle ist da das Lunch-Programm zu nennen (Maismehl und Bohnen Anlieferung), welches einmal pro Woche an alle Schulen ausgefahren wird. Ansonsten wird noch Holzkohle und Brennholz regelmäßig benötigt! Auch in den Clubs, die am Nachmittag stattfinden, will ich mich weiter einbringen und Verbesserungen bewirken, besonders im Bereich Ballsport.

Drei Monate in Afrika! - Das war etwas, dass ich schon seit vielen Jahren wollte. Nach einigen gescheiterten Anläufen hatte ich nun kurz vor dem Abschluss meines Psychologiestudiums endlich die Möglichkeit, eine sehr erlebnisreiche Zeit in Sambia zu verbringen.
Meine Name ist Franziska und ich bin 24 Jahre alt. Neben Büro- und organisatorischen Aufgaben im Projekt habe ich die beiden Sozialarbeiterinnen von BOCCS bei ihrer Arbeit begleitet und unterstützt, was mir einige sehr interessante Einblicke in die sambische Lebenswelt verschafft hat. Nachmittags konnte ich in den verschiedenen Clubs (freiwillige Arbeitsgemeinschaften) mithelfen und dort einzelne Themen und Programmpunkte übernehmen. Dabei habe ich das große Interesse der Kinder und Lehrer an etwas Neuem als sehr entlastend und motivierend erlebt.
Vieles hier in Sambia habe ich ähnlich vorgefunden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dennoch war manches nicht ganz einfach für mich, so dass ich immer wieder nach Wegen suchen musste, um mich in den Gegebenheiten der sambischen Kultur zurecht zu finden. Zu einer der größten Herausforderungen wurde es für mich, Warten zu lernen (auf alles und jeden) und mich von meinem bisher eigentlich ganz nützlichen Organisations- und Planungsverständnis zu verabschieden (zumindest vorübergehend). Trotzdem konnten gelegentliche Frustmomente nicht verhindern, dass mir das Land und die Menschen ans Herz gewachsen sind, so dass ich keine Minute meines Aufenthaltes bereue. (Höchstens vielleicht die Momente, die ich mit Durchfall auf dem Klo verbracht habe.)
Eine Schulbildung, die sich jeder leisten kann, ist in so einem kinderreichen Land wie Sambia wohl einer der wichtigsten Schritte, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Von daher wünsche ich allen, die im Projekt mitarbeiten und es unterstützen, viel Kraft und Ausdauer für die Bewältigung der täglichen kleinen und großen Herausforderungen!

Ich heiße Christina und habe in diesem Jahr mein Abitur gemacht. Wie viele der anderen Freiwis (= freiwillige Mitarbeiter) wollte auch ich nach der Schule irgendetwas Sinnvolles machen und bin durch den Artikel in der "dran" Zeitschrift schließlich auf BOCCS gestoßen. Es dauerte nicht lange und ich bekam tatsächlich die Zusage für einen 3-monatigen Aufenthalt in Sambia. Anfangs konnte ich es gar nicht glauben, doch spätestens als ich hier in Kabwe angekommen war, wurde mir bewusst, dass ich nun in Afrika bin!
Die ersten Tage waren schon etwas hart, da man sich erst an alles Neue gewöhnen musste. Aber dieser "Kulturschock" legte sich bei mir ziemlich schnell, denn zum einen hat mir meine Arbeit sehr viel Freude gemacht, zum anderen faszinierte mich das Land und die afrikanische Lebensfreude. Darüber hinaus lernte ich hier so viele so freundliche und herzliche Menschen kennen, dass ich nach kurzer Zeit merkte, dass ich am liebsten noch länger bleiben würde.
Zu meinen Aufgaben zählten die typischen Freiwi-Arbeiten wie Büroarbeiten, Hilfe beim Ausfahren von Maismehl, Feuerholz und Holzkohle und die monatlichen Verteilungen an die Patenkinder. Gelegentlich besuchte ich einige Clubs der BOCCS-Schulen und hatte außerdem die Möglichkeit einen Einblick in ein anderes Hilfsprojekt zu gewinnen.
Es fällt wirklich schwer, die ganzen Eindrücke und Erfahrungen, die man hier sammelt, in Worte zu fassen und weiterzugeben. Da helfen selbst Fotos nicht viel!
Ich kann mich deshalb nur allen vorherigen Freiwis und AnDies anschließen und allen Interessierten ans Herz legen, hierher zu kommen und selbst zu erleben, was es heißt in Sambia zu leben. Ihr werdet es weder bereuen, noch jemals vergessen!!!

Ich heiße Benjamin und habe von Anfang September bis Ende November 2003 in Kabwe bei dem BOCCS-Waisen-/Schulprojekt mitgearbeitet.
Nach Beendigung meines Studiums wollte ich für drei Monate bei einem christlichen Projekt im Ausland mithelfen und meine Arbeitskraft zu Verfügung stellen. Durch die christliche Jugendzeitschrift "dran" bin ich auf das BOCCS-Waisen-/Schulprojekt in Kabwe/ Sambia aufmerksam geworden. Nach einigen Mails und einem Treffen in Deutschland mit Martin und Andrea, war mich schnell klar, dass ich drei Monate in Sambia leben und mitarbeiten würde.
Mein Aufgabenbereich war das Life-Skills-Programm von BOCCS.
In dieser Werkstatt werden Schülern die grundlegenden Fähigkeiten eines Schreiners oder Zimmermannes beigebracht. Als gelernter Schreiner unterstützte ich den Leiter der Werkstatt. Außerdem führte ich neue Werkzeuge ein, versuchte die Ordnung der Werkstatt zu verbessern und neue Arbeitsabläufe einzuführen. In der ersten Zeit musste ich mich sehr stark an die Arbeitsmoral und die Arbeitsweise der Schüler sowie an die Arbeitsbedingungen gewöhnen, was mir aber nach und nach gelang. Verbesserungen waren oft Kleinigkeiten: so lagerten sie z. B. das nasse Holz nicht als Stapel sondern als ausgelegte Fläche, was wir im Laufe der Zeit änderten. Neben dem normalen Arbeiten ergaben sich oft auch Diskussionen über andere Themen, wie z.B. HIV/AIDS, Gottes Dreieinigkeit oder Glauben allgemein. Die Schüler waren sehr aufgeschlossen und freundlich.
Zusätzlich zu dieser Arbeit habe ich auch oft noch kleinere Arbeiten an unserem Wohnhaus übernommen.
Meine Freizeit war mit Sport (Volleyball, Squash), Spieleabenden, Besuchen und kleinen Partys immer recht ausgefüllt. In Kabwe gibt es viele verschiedene Missionare, die alle recht aufgeschlossen und offen sind, so dass es mir nicht schwer gefallen ist, schnell einen relativ guten Kontakt aufzubauen.
Diese Zeit war für mich sehr bereichernd, insbesondere die Erlebnisse der Ausflüge in einen National Park und an die Viktoria Fälle. Diese Reisen hatten immer einen kleinen Kulturschock zur Folge, da wir jedes Mal durch Lusaka, die Hauptstadt von Sambia gefahren sind und dies ein völliger Unterschied zu Kabwe ist.
Die Arbeit war interessant und lehrreich, da ich hier direkt mit einer anderen Mentalität und einer anderen Kultur Kontakt hatte. (Wir Deutschen sollten vielleicht auch mal lernen nicht alles so unter Zeitdruck zu machen, sondern ein wenig die Gelassenheit der Afrikaner übernehmen.)
Schlussendlich lässt sich sagen, Sambia ist immer eine Reise wert. Die Arbeit von BOCCS ist hilfreich und es lohnt sich für drei Monate diese Arbeit mit zu gestalten... ... auch wenn ich im Moment mit einem gedehnten Außenband (ist in der letzten Woche passiert) "Schach-Matt" gesetzt bin...

Am 10.08.2003 bin ich, David, nach Sambia gekommen, um beim BOCCS-Waisen-/Schulprojekt mitzuhelfen. Erfahren habe ich von dem Projekt über das Internet als ich auf der Suche nach einer Stelle für den "Anderen Dienst im Ausland" war. Da ich schon als Kind vier Jahre in Sambia gelebt habe, hat mich die Stelle sehr interessiert und deshalb habe ich mich beworben. Nach kurzer Zeit hat sich jedoch herausgestellt, dass ich keinen Wehrdienst ableisten muss. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass mich Gott auch weiterhin für diese Zeit in Sambia haben will, deshalb habe ich beschlossen das Jahr auf freiwilliger Basis zu machen - und habe festgestellt, dass mir die Arbeit sehr gut gefallen hat!Ich war größtenteils für die Besorgungsfahrten und für einige kleinere Büroaufgaben zuständig. So beinhaltete meine Arbeit Einkäufe in der Stadt Kabwe, Besorgen von Feuerholz und Ausliefern an die Schulen sowie auch das wöchentliche Ausliefern des Maismehls an die Schulen für das Speisungsprogramm. Die Freizeitgestaltung hat mir am Anfang noch einige Schwierigkeiten bereitet, da es in Kabwe nicht sonderlich viele Möglichkeiten gibt. Aber ich habe gelernt, meine Zeit mit Lesen, Besuchen bei Freunden und gelegentlichen Fahrten nach Lusaka (der Hauptstadt von Sambia) zu verbringen. Wenn man mich fragen würde, ob ich das Jahr noch einmal machen würde, bin ich mir sicher, dass ich mit "Ja" antworten würde. Ich stelle fest, dass ich sehr viel gelernt habe und auch sehr viele Erfahrungen machen konnte, die ich sicher daheim nicht gemacht hätte. Es ist zwar nicht immer leicht, doch es ist ganz sicher sinnvoll, solch eine Zeit im Ausland zu verbringen und wenn man sich erst mal auf die Leute und Umstände eingelassen hat, ist es doch sehr schön in Sambia.

Ich bin Ruth und habe im Juni diesen Jahres mein Abitur gemacht. Die 3 Monate zwischen meinem Schulabschluss und dem Beginn meines Studiums als Realschullehrerin wollte ich mit einem Auslandsaufenthalt überbrücken. Durch den Artikel in der DRAN wurde ich auf das BOCCS Waisenschulprojekt aufmerksam. Da ich ja Lehrein werde und in meiner Gemeinde viel Kinder- und Jugendarbeit gemacht habe, sagte mir dass BOCCS Projekt sehr zu. Hier angekommen musste ich mich erst mal an die afrikanische Lebensweise gewöhnen, aber dann hat mir die Zeit hier in Sambia sehr gefallen, es sind hier viele liebe Menschen, sodass man sich schnell heimisch fühlt und man erlebt viele kleine und große Abenteuer und Wunder. Neben den täglich anfallenden Fahrten und Büroarbeiten hat mir die Arbeit in den Clubs (freiwillige Arbeitsgemeinschaften) besonders viel Freude gemacht. Ich habe mit den Kindern gesungen, gespielt und mit ihnen Andachten gemacht. Die Kinder waren leicht zu begeistern und haben sich riesig über Kleinigkeiten gefreut. Eine weiteres großes Projekt war, dass ich Interviews mit allen 10 Schulleitern gemacht habe, so hatte ich die Möglichkeit mehr über die Lehrer, ihre Hintergründe und ihr Leben zu erfahren. Ein Highlight gleich am Anfang war Livingstone mit Martin, Andrea und Friederike und ein Highlight gegen Ende war unser Campingtrip in den Lower Zambesi National Park mit David, Benjamin und einem Freund, wo wir viele Tiere sehen konnten und wo von einem Elefanten verfolgt wurden!

Ich bin Friederike, 19 Jahre alt und habe gerade Abitur gemacht. Für mich war klar, dass ich meine Zeit von Abiball bis Ausbildungsbeginn möglichst sinnvoll nutzen möchte. Auf BOCCS bin ich über einen Artikel in der "dran" (Ausgabe 3/03) aufmerksam geworden.
Nach ein paar e-mails und einem Treffen in Deutschland mit Andrea und Martin Hartmann war klar, dass ich für 1 1/2 Monate nach Sambia gehen würde. Dieser Zeitraum erschien mir bei meinem Abflug unendlich lang und jetzt muss ich feststellen, dass die Zeit schon fast um ist. Für Heimweh gab es weder Grund noch Zeit, denn im "Zivihaus" habe ich mich sehr wohlgefühlt und durch Martin und Andrea war schnell der Kontakt zu anderen Leuten hergestellt.
Auch wenn die Straßen, Fahrweise sowie Autos für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren, konnte ich mich bald alleine vor die Tür trauen und so Andrea und Martin neben der Büroarbeit auch durch Botengänge unterstützen.
Mir war sehr wichtig mit Christen zusammen zu arbeiten und dass ich hinter dem Projekt stehe für das ich arbeite - mir war weniger wichtig, hier missionarisch zu arbeiten, obwohl es auch dazu Gelegenheit gab. Von dem Konzept von BOCCS bin ich nach wie vor überzeugt, gerade auch nach meinem Aufenthalt in Sambia.
Für mich war die Zeit hier auf jeden Fall ein Gewinn, da man Einblicke in das Leben der Menschen hier bekommt die man in einem normalen Urlaub nicht bekommen würde.

Meine Zeit bei BOCCS von April bis Juni 2003 war hauptsächlich dazu angetan, um während eines Auslandsaufenthaltes von Martin und Andrea Hartmann den reibungslosen Ablauf des Schulbetriebes zu gewährleisten.
Gut vorbereitet und von Martin mit einer langen Liste voll Informationen und Aufgaben versehen, konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Da die Schulen Ferien hatten, dachte ich, dass ich mir hauptsächlich mit Lesen oder Kreuzworträtseln die Zeit vertreiben würde, aber dazu kam ich nur sehr selten...
Jeder Tag hielt mindestens eine Überraschung bereit, die es nötig machte, zu improvisieren, oder einen gefassten Plan kurzfristig zu ändern - oft durch irgendwelche Pannen der Fahrzeuge (die Straßenverhältnisse sind ziemlich schlecht) oder auch durch Menschen, die sich nicht an Abmachungen hielten. So konnte keine Langeweile aufkommen, ich fand es sehr spannend, allerdings war ich auch ein bis zwei Mal den Tränen nahe.
Da kann man von der Geduld der Menschen in Sambia viel lernen, für sie gehört das zum Alltag, dass es immer Schwierigkeiten mit den alltäglichsten Dingen gibt. Auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft einem völlig Fremden und Ausländer gegenüber kann man sich in Europa nur wünschen. Das zwiespältige Gefühl und Wissen als jemand mit unermesslichem Vermögen in den Augen der Menschen in Sambia zu gelten, bedurfte für eine durchschnittlich verdienende Krankenschwester einiger Gewöhnung und liess manchmal Zweifel an der Motivation einiger Kontakte aufkommen. Man möchte schliesslich nicht um des Geldes willen geliebt werden......
Aber die Freude der Kinder, der Einsatz der Lehrer (die als Freiwillige arbeiten) und auch die Schönheit, das Licht und die Farben des Landes, der relativ unkomplizierte Kontakt zu andern Weissen, die in der Stadt arbeiten, trugen dazu bei, dass ich mich für eine Weile zu Hause fühlte, bis der Abschiedsschmerz dann schon wieder einsetzte.....
...hoffentlich kein Abschied für immer!

Hallo, mein Name ist Esther. Ich habe 2002 mein Abitur gemacht und mir danach ein Jahr "freigenommen", um Praktika zu absolvieren, jobben zu gehen und von dem verdienten Geld fremde Länder und Kulturen kennenzulernen.
So wie viele Jugendliche wollte ich in die USA reisen; und da schien die Zeit nach dem Abitur perfekt. Ich hätte 2 Monate auf einem Kindercamp als Betreuer arbeiten sollen, aber mein Abitur musste erst noch geschrieben werden. So hieß es: Traum aus...neue Ideensuche...
Auf jeden Fall wollte ich etwas Sinnvolles tun, was mich weiterbringt, aber auch anderen hilft. So hörte ich mich bei verschiedenen Missionsstationen rund um den Erdball um...auch bei Hartmanns. Da ich Andrea aus Ihrer Gemeinde in Frankfurt gut kannte, und wir noch Kontakt behielten, ging dann alles für mich plötzlich ganz schnell, und so saß ich auch schon fünf Wochen, nachdem ich meinen Entschluss gefasst hatte, nach Sambia zu reisen (und nach dem alle Formalitäten geklärt waren) im Flugzeug nach Lusaka. Auf mich warteten sieben Wochen in einer völlig fremden Kultur. Ich war sehr froh, dass ich Andrea und Martin kannte und somit nicht ganz alleine war.
Vom Flughafen fuhren wir fast direkt zu einer "unserer" Schulen, die gerade Ihre Eröffnung feierte...für mich ziemlich anders, weil man als Weißer doch auffällt ist...das geht nicht unbemerkt an einem vorbei. Einen Tag später wurde ich auch gleich in die ersten Aufgaben hineingeführt: Ich wurde auf Touren zu den Schulen oder zu sonstigen Botenfahrten mitgenommen und in die Büroarbeit eingelernt.
Die Zeit ging unheimlich schnell vorbei, und trotz so manchem Heimwehs habe ich jede Minute genossen, die ich dort war. Ich kann jedem empfehlen so eine Erfahrung zu machen- es lohnt sich! Es ist zwar manchmal schwer, so weit weg von allen seinen Freunden und Verwandten zu sein, aber man kann dabei viele gute Erfahrungen sammeln. Auf jeden Fall lernt man viel Neues kennen, sowie viele nette Leute, die einen in der Regel auch alle sehr herzlich willkommen heißen.
Dummerweise hat mich auf die letzten Tage noch die Malaria erwischt...aber selbst die kann man überleben (ich will nicht sagen "ohne Probleme"...aber so ne Erfahrung ist schon was wert: welcher 08/15- Europäer kann schon von sich behaupten, er hatte schon mal die Malaria!? ;-) ).
Was bleibt am Ende zu sagen!?: Ich würde jederzeit wieder dorthin reisen!

"Mein Name ist Martin und ich war der erste AnDie (Anderer Dienst im Ausland) im BOCCS Waisenschulprojekt. Als sich im Herbst 2000 meine Ausbildung zum Forstwirt dem Ende entgegen neigte, stellte sich mir -wie fast jedem jungen Mann in Deutschland- die alles entscheidende Frage: Bund oder Zivildienst? Bundeswehr war für mich nie eine echte Option, da ich meine Zeit für, meiner Meinung nach, etwas Sinnvolleres einsetzen wollte. Außerdem konnte ich den Dienst bei der Bundeswehr nicht mit meinem christlichen Glauben in Einklang bringen. Als ich durch meinem Vater von der AnDie-Stelle im BOCCS Waisenschulprojekt in Sambia erfuhr, war ich nicht sofort vollkommen begeistert von der Idee, meinen Dienst dort zu absolvieren. Aber mit der Zeit begann mir die Idee besser und besser zu gefallen. Die ersten Monate in Sambia waren nicht leicht für mich. Meine Englischkenntnisse waren eher bescheiden und es ist doch alles recht weit weg von zu Hause. Inzwischen bin ich froh, in Kabwe gewesen sein zu dürfen! Die Arbeit war abwechslungsreich und machte Spaß. Ich war hier ein richtiger "AnDie für alles". Sehr viel Zeit verbrachte ich hinterm Steuer. So holte ich mindestens zwei Mal die Woche Feuerholz von einer 25 km entfernten Farm. Das waren immer knapp zwei Stunden Fahrt, auf mehr oder weniger schlechten Schotterstraßen. Außerdem brachte ich wöchentlich Lebensmittel für das Schulspeisungsprogramm zu allen acht Schulen und transportierte verschiedenste Baumaterialien. Ein zweiter großer Teil meiner Arbeit bestand aus Computer- und Büroarbeit.Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, seinen Ersatzdienst in Sambia zu machen. Zwar arbeitete ich hier vielleicht etwas mehr, als ich es in Deutschland hätte tun müssen, und als Zivi in Deutschland kann man auch mehr Geld verdienen - aber die Erfahrungen, die ich hier sammeln konnte, sind unbezahlbar. "
Anderthalb Jahre hat es gedauert und ich bin zurück in Sambia. Wenn die Leute mich nach dem "Warum?" fragen sage ich, es war Heimweh. Und so ist es. Wieder nach Zambia zu kommen war für mich ein bisschen wie nach Hause kommen. Jetzt, nach meinem sechswöchigen Besuch weiß ich eines ganz sicher: Ich werde bestimmt nicht das letzten Mal nach Hause gekommen sein.