AIDS-Waisen- und
Schulprojekt in Sambia

Waya

Allgemeine Daten

Lage: 5 km vom Stadtzentrum entfernt
Schulklassen: 1-7
Schülerzahl, Lehrerzahl, Anzahl der Vollwaisen: Statistik
Gebäudeanzahl/-klassenzimmer: 3/7
Besondere Merkmale: Wasserversorgung durch einen Brunnen mit Handpumpe
Tagesablauf:
-   aufgrund hoher Schülerzahl 2 Schichten,
-   1. Gruppe um 06:45h, 2.Gruppe um 09:55h
-   Alle Gruppen beginnen mit einer Andacht,
-   Unterricht, Pausen und Mittagessen für alle Patenkinder sowie die Lehrer und Angestellten.
Freizeitangebote nach der Schule (Clubs):
-   Sport, Theater, Anti-AIDS, Chor, Traditionelle Tänze

Geschichte

-   1994 Bau des ersten Gebäudes als Bierhalle, zwischenzeitlich Nutzung als Mühle
-   2000 BOCCS übernimmt die Gebäude
-   Umbau, Küchenbau, Toiletten, zusätzliches Klassengebäude durch "Wilde Ganzen" (Niederlande) finanziert
-   2002 neues Klassengebäude durch "King`s Hospital School" (Dublin)

Schulleiter Norman Musanza

-   geb.1947
Ausbildung:
-   studierte auf Lehramt
-   seit 18 Jahren Lehrer
-   seit 1994 bei BOCCS
Motivation:
-   Ihm macht die Arbeit mit Kindern Spaß.
-   Er will sich um die Waisenkinder und armen Kinder kümmern.
-   Es ist ihm sehr wichtig, Kindern von Gott zu erzählen- Da die BOCCS Schulen christliche Schulen sind,
    wird am Anfang der Stunde immer ein Gebet gesprochen oder ein Lied gesungen.
Unterrichtsfächer:
-   Mathe, Englisch, Sozialkunde, Naturwissenschaften, Physik, Kreatives Gestalten
Statement über BOCCS:
Herr Musanza ist vom Speisungsprogramm begeistert, da dadurch die Kinder etwas Gesundes zum Essen bekommen. Sein Traum für die Zukunft wäre, mehr Klassenzimmer zu haben, wodurch mehr Kinder in die Schule gehen könnten. Außerdem fände er es toll, wenn weitere BOCCS Schulen in Kabwe gebaut werden könnten, damit noch mehr arme Kinder die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. Er möchte sich auch im Namen der Eltern herzlich für alle Spenden bedanken. Möge Gott die Geber segnen.

Singen, beten & spielen

Die Idee, immer mal wieder Nachmittage an den BOCCS Schulen zu verbringen, um mit den Schülern dort gemeinsam zu singen, zu beten und zu spielen, ist schon vor längerer Zeit entstanden, aber bis zur eigentlichen Umsetzung dauerte es dann doch noch einige Wochen.

Am Donnerstag, den 14. Oktober, war es dann soweit: Wir – ein zehnköpfiges Team bestehend aus BOCCS Mitarbeitern und Sozialarbeitern – fuhren zusammen nach Waya, um mit den Schülern und Lehrern der Schule den Nachmittag zu verbringen.

Die Vorbereitungszeit war gerade lang genug, um ein kleines Programm auf die Beine zu stellen und einige Lieder auf Englisch und Bemba einzuüben. Kaum waren wir auf das Schulgelände gefahren, begann der Schulchor zu singen und die Schüler und Lehrer hatten bereits im Freien auf Schulbänken Platz genommen. Die Schulleiterin von Waya, Ms. Musonko, hatte diese Aktion sehr gut vorbereitet: alles war bestens organisiert und wir wurden von Seiten der Schule sehr herzlich empfangen!

Der Einstieg mit den Liedern Tulemitotela (Wir danken Dir, Herr) und Takwaba uwaba nga Yesu (Es gibt keinen wie Jesus) sorgte innerhalb von wenigen Minuten für große Begeisterung: Zuerst standen die etwa 200 Kinder noch etwas verschüchtert herum, aber schon nach kurzer Zeit sangen sie fröhlich mit, klatschten und machten die Bewegungen eifrig mit. Es folgte eine zweisprachige Andacht mit Gebet - die Betonung lag auf Psalm 139,14: „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“

Der nächste Programmpunkt wurde von den Sozialarbeitern gestaltet. Sie sprachen nacheinander über Themen wie Rechte der Kinder, Missbrauch, HIV/Aids, Zwangsheirat sowie die große Bedeutung von Bildung und bezogen die Schüler durch gezielte Fragen mit ein. Damit sich das Gehörte bei den Kindern spielerisch einprägte und um das  Gemeinschaftsgefühl sowie das individuelle Selbstbewusstsein zu fördern, folgten Spiel und Spaß bei Fußball, Tauziehen, „Der Plumpsack geht rum“ und vielem mehr.

Nach ca. zwei Stunden Programm verabschiedeten wir uns in Waya, machten uns auf den Rückweg und schon auf der Ladefläche des Lieferwagens, auf dem wir saßen, lautete unser Fazit: Dies soll nicht der letzte Nachmittag mit Spiel, Themen und Andacht gewesen sein. Wir alle hatten viel Spaß und inzwischen steht sogar schon der Termin für den Besuch an der nächsten Schule fest – Mitte November geht’s nach Katondo!