Schulprojekt in Sambia

Sambia erlaubte Ende der 90er Jahre den Aufbau von nicht staatlichen, offenen Schulen in Trägerschaft der Stadtgemeinschaft bzw. freier Organisationen.
Die Missionare Kristina und Traugott Hartmann, die schon im Auftrag des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden in Sambia arbeiteten, sahen plötzlich eine neue Möglichkeit, den Herausforderungen der zunehmenden AIDS-Waisen- Problematik zu begegnen und gründeten 1998 im Stadtteil „Buyantanshi“ der Provinzhauptstadt Kabwe eine erste christlich geprägte Schule für AIDS-Waisen und arme Kinder. Daraus entstand der Name „Buyantanshi Open Christian Community School“ (BOCCS).
Das AIDS-Waisen- und Schulprojekt BOCCS wurde seit der Gründung im Jahr 1998 Zug um Zug ausgebaut und vergrößert.
Im Mai 1998 wurde im Stadtteil "Buyantanshi" aufgrund der Initiative und des Einsatzes der deutschen Missionare Kristina und Traugott Hartmann die erste BOCCS-Schule eröffnet. Hartmanns arbeiteten dabei mit der "Christian Community Church in Zambia" zusammen, zu der der Mülheimer Verband eine Kirchenpartnerschaft pflegt.
BOCCS stellte einen Antrag bei der ZCSS ("Zambia Community Schools Secretariat, um rechtlich anerkannt zu werden. Die ZCSS wurde 1997 unter Mithilfe der UNICEF gegründet. Sie ist eine Dachorganisation für öffentliche Gemeinschaftsschulen ("Open Community Schools"). Als notwendiger Rechtsträger des Projektes wurde die karitative Stiftung LIFE TRUST gegründet. Am 23. November 1998 fand die offizielle Einweihung statt.
Martin Hartmann, der Sohn der Missionare Kristina und Traugott Hartmann, übernahm die Projektleitung. Diese personelle Erweiterung wurde notwendig, weil das Projekt sich schnell vergrößert hatte und die Arbeit sonst nicht zu bewältigen war. Die Gründer von BOCCS arbeiteten weiterhin mit.
Andrea Hartmann, die Ehefrau von Martin Hartmann, übernahm die Betreuung der wachsenden Zahl von Patenschaften. Das beinhaltete die Kommunikation mit den Patenelten, zumeist aus Deutschland, und die Umsetzung des Patenschaftsprogrammes in Sambia. Außerdem verantwortete sich die Öffentlichkeitsarbeit.
BOCCS startete zusammen mit einer anderen Community School aus Kabwe das Ausbildungsprogramm ZATEC (Zambia Teachers Education Course). Ziel dieses Programmes ist, die eigenen Lehrer fortzubilden, um den Lehrerstandard an den Schulen zu erhöhen.
Am 08. April 2005 nahmen 14 BOCCS-LehrerInnen an der Abschlussfeier für das ZATEC (Zambia Teachers Education Course) Ausbildungsprogramm teil. Alle der insgesamt 20 TeilnehmerInnen bestanden die Abschlussprüfung, was alles andere als selbstverständlich war.
Christel und Steffen Riegsinger übernahmen die Projektleitung und Patenschaftbetreuung von Andrea und Martin Hartmann.
Diethelm Hartmann, ebenfalls ein Sohn von Kriustina und Traugott Hartmann und wie sein Bruder Martin auch in Sambia aufgewachsen, übernahm am 1. Juli 2006 von Riegsingers die Projektleitung. Er wurde als so genannter "BOCCS Coordinator" eingestellt. Kristina Hartmann stieg wieder intensiver in die Patenschjaftsbetreuung ein.
Andrea und Martin Hartmann reisten Anfang Mai 2008 wieder nach Sambia aus und arbeiten seit dieser Zeit wieder bei BOCCS mit. Diethelm und Martin teilen sich die Verantwortung in der Projektleitung und Andrea arbeitet als Projektsekretärin im Büro mit.
Traugott Hartmann wurde zum Ende März 2008 pensioniert und arbeitet bis August zusammen mit seiner Frau ehrenamtlich mit. Danach werden Kristina und Traugott Hartmann nach Deutschland zurück kehren.