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Schulprojekt in Sambia
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Das Schulkonzept von BOCCS

 

Sieben der ursprünglich acht BOCCS-Schulen wurden mitten in den schlimmsten Armenvierteln Kabwes eröffnet. Dort können Kinder, die in bettelarmen Verhältnissen meist ohne Strom und Wasserversorgung leben, zur Schule gehen.

Die Schulen werden von Halbwaisen, Vollwaisen und, soweit möglich, den anderen Kindern aus deren Familien besucht. Mädchen werden bei der Aufnahme bevorzugt.

Die BOCCS-Schulen verlangen keine Schulgebühr. Sie haben keine Schuluniformpflicht für die Kinder, wie sie sonst an den staatlichen Schulen üblich ist. Soweit es den Familien möglich ist, können sie freiwillig durch Sach- oder Geldspenden zu den Kosten beitragen. Im Vierteljahr sind das meist ca. EUR 0,50.

Alle BOCCS-Waisenschulen bieten einen ersten Schulabschluss nach der 7. Klasse. Wer sich nach der 7. Klasse aufgrund eines Examens qualifiziert, kann die 8. und 9. Klasse in „Kabwe Main“, der größten Schule des Projektes im Zentrum der Provinzhauptstadt Kabwe, besuchen. Mit bestandenem Abschlussexamen nach der 9. Klasse können sich die Schüler bei einer staatlichen Schule bewerben, um bis zum Abitur weiter zu lernen.

BOCCS selbst kann einigen Schulabgängern ein praktisches Ausbildungsjahr ohne anerkannten Abschluss anbieten. Mädchen können in der Hauswirtschaftsklasse die Verarbeitung von Stoffen (zuschneiden, nähen), sowie Häkeln und Stricken erlernen. Jungen können sich in der Schultischlerei handwerkliche Fähigkeiten im Umgang mit Holzmaterial erwerben.